Dartclub Löhningen

Der Dartclub Löhningen verbreitet den Dart-Sport und fördert die Kameradschaft.

Dartreise 2009

Die Dartreise 2009 stand unter dem Motto:

Schaffhausen trifft Zug

Am 5. September um 7.30 Uhr trafen wir uns bei der Bushaltestelle in Löhningen. Die einen wurden gefahren, die anderen kamen zu Fuss doch niemand musste getragen werden. Doch einer fehlte: Freund Brötli.

Doch die Aufregung hielt sich in Grenzen, wusste doch der einzige Zuger dieser Gesellschaft und seines Zeichens Organisator dieser Reise, dass besagter Freund in Schaffhausen zu uns stossen wird. Und so war es auch.

Nachdem wir Freund Brötli in unsere Gesellschaft und ein paar Mitglieder ihr persönliches Brötli in ihre Lungen aufgenommen haben, bestiegen wir rechtzeitig den Zug und wollten gemütlich Richtung Zürich rollen, war doch die SBB so nett und hat uns extra ein paar Plätze reserviert. Mit der Gemütlichkeit war es allerdings nicht weit her. In letzter Sekunde bestieg auch noch eine Frauenturngruppe den Wagon. Und obwohl sie sich am einen Ende niederliessen und wir uns ans anderen Ende setzten, überschritt der Schnatterpegel auf unserer Seite die gesetzlich erlaubten dBs. Wie froh waren wir, dass wir in Zürich einen kurzen Spaziergang zu einem anderen Gleis machen durften.

Und weiter gings Richtung Zug. Diesmal in einem dieser Doppelstöcker, in welchem zu reisen für ein paar Mitglieder absolutes Neuland war. Nach etwa 25 Minuten erreichten wir den Bahnhof in Zug um 9.30 Uhr.

Nach einer kurzen Besichtigung des Zuger Bahnhofs machten wir uns zu Fuss Richtung Zugersee auf. Wir kamen bei der Katastrophenbucht vorbei und sahen, dass die freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug scheinbar eine grosse Übung vorbereitet. Weiter gings am Kantonsratsgebäude vorbei, wo kurz nach dem Angriff auf die Twin-Towers in New York ein Attentat auf den Zuger Kantonsrat verübt wurde.

Danach erreichten wir den Landsgemeindeplatz mit seinen vielen Beizen. In einer, der Platzmühle, liessen wir uns nieder und genehmigten uns eingeklemmtes und flüssiges. Einer bestellte ein Sandwich ohne Butter. Dies kam der Chefin komisch vor. Und wäre sie ein Drachen gewesen, hätten wir alle jetzt verkohlte Häupter. Dafür hatte die Serviertochter einen netten Walliserdialekt und dazu ein hübsches Gesicht.

Nach mehreren Zahlungsversuchen, der Drache schien ein wenig orientierungslos zu sein, mussten wir leider die geplante Tour durch die wunderschöne Altstadt von Zug extrem kürzen. Tourus interruptus würde der Lateiner sagen.

Mit dem Bus ging es dann zur Schönegg hinauf, wo eigentlich die Talstation der Zuger Bergbahn wäre. Diese ist aber zur Zeit in Umbauarbeiten verwickelt und konnte uns daher nicht ihre Dienste anbieten. Dafür brachte uns ein Postauto über eine enge Strasse auf den Zugerberg hinauf.

Oben angekommen erwartete uns ein kurzer Spaziergang zum Kinderspielplatz mit schönen Feuerstellen. Eine konnte wir belegen und brachten ein schönes Feuer zustande. Anzündhilfen sei Dank. Gegen 12.00 Uhr hatten alle mindestens eine Wurst intus aber auch ein paar Bierdosen und Weinflaschen. Das grosse Diskussionthema war, weshalb Freund Brötli kein einziges Bier eingepackt hatte. Vor allem Freund Bachmann hatte an diesem Umstand zu beissen.

Nachdem die Mägen gefüllt, der Durst gelöscht und Charlys Schlafbedürfnis befriedigt wurde, machten wir uns um 14.00 Uhr Richtung Pfaffenboden auf. Der Pfaffenboden ist ein schön gelegenes Bergrestaurant. Auf dem Weg dorthin kamen wir jedoch unweigerlich auch beim Hindergeissboden vorbei, ebenfalls ein Berggasthof. Zwei von uns (Charly und 100er) konnten jedoch ohne Halt nicht mehr weiter und mussten dort einen Zwischenhalt einlegen. Sie kamen dann später nach.

Wir anderen liefen bis zum Pfaffenboden weiter und genehmigten uns dort ein kühles Bier. Es klnnten auch mehr gewesen sein. Die zwei zurückgebliebenen holten uns schnell wieder ein und so kamen auch sie zu einem weiteren Bier. Danach teilt sich der Weizen vom Spreu.

An einer Weggabelung nach dem Pfaffenboden stellte der Zuger die Frage, wer mit ihm auf den Gnipen steigen wolle und wer lieber direkt ins Zuger-Alpli stechen möchte. Der 100er war der einzige, der sich dieser Herausforderung stellte. Und so teilten wir uns.

Der Aufstieg zum Gnipen war steil und streng. Aber dort oben konnten wir eine wunderschöne Aussichtgeniessen. Ebenfalls eindrücklich war der Blick den Goldauer Bergsturz hinunter. Nach dem Abstieg über das Oberalpli kamen wir dann auch ins Zuger-Alpli, wo die anderen schon fleissig ihre verbrauchten Reserven wieder auffüllten.

Um 19.00 Uhr tischte uns die Familie Baumann, welche die Wirtschaft auf dem Zuger-Alpli unterhält, die bekannten Älplermagronen auf. Eine sensationelle Böllenschweizi überzog die Schüssel. Wir konnten fast nicht genug kriegen. Danach ging die Party erst richtig los. Hans Walter lief zu Höchstform auf und schaffte es sogar, jassende Gäste aus dem Konzept zu bringen.

Wir lachten und tranken viel. Die meisten genossen das feine Baarer-Bier. Nöbi bekam den Hicksgi und musste einen Honigkräuter nach dem anderen kippen. Kafi-Zwetschgen und Kafi-Kräuter flossen in Massen und der Zuger durfte wieder einmal mit den Einheimischen um die Wette schnupfen.

Gegen 23.00 Uhr verliessen wir die durch die Böllenschweizi verursachte mit Gas versetzte Gaststube und machten uns auf zum 50 Meter entfernten Massenlager. Auch dort verschlechterte sich die Atmosphäre viertelstündlich. Doch das merkte man nicht, solange man nicht raus aufs WC musste.

Am nächsten Morgen standen wir gegen 8 Uhr wieder vor der Gaststube und baten um Einlass. Feines Brot und frische Milch erwartete uns. Und wir liessen den vergangenen Abend revue passieren, jeder für sich in andächtiger Stille. Schliesslich war Sonntag.

Um 9 Uhr unterwarf sich die Gruppe wieder einer Trennung. Diesmal entschied sich die Hälfte für den Aufstieg auf den Wildspitz. Die andere machte sich direkt an den Abstieg Richtung Unterägeri.

Der Aufstieg zum Wildspitz war steil und streng. Brunos Fussgelenke liefen am Anschlag. Nach etwa 50 Minuten waren wir auf dem höchsten Punkt des Kantons Zug und konnten eine wunderschöne Aussicht bei blauem Himmel geniessen. Nach diesen Strapazen genehmigten wir uns eine Pause im Wildspitz-Restaurant. Wir sassen in der Sonne und verbrannten uns.

Danach führte uns der Weg über den Grat des Rossbergs bis zur Halsegg, eine weiterer Berggasthof, der erst kürzlich neu erbaut wurde. Doch etwas wäre beinahe vergessen gegangen: Auf dem Weg dorthin sprachen uns zwei hübsche entgegenkommende Mädis an. Sie meinten, man würde uns schon von weitem sehen. Freund Bachmann für einmal sehr schlagfertig fragte: "Ja wägem T-Shirt oder wägem Buuch?" Dieser Spruch schien die beiden jungen Frauen so beeindruckt zu haben, dass sie kurze Zeit später wieder hinter uns auftauchten. Wir wollten sie überreden, dass sie mit uns kommen. Doch sie schienen andere Ziele gehabt zu haben. Leider ...

In der Halsegg bestellten wir alle eine Rauchwurst mit Kartoffelsalat. Der Salat war sensationell und auch die Rauchwurst war köstlich. Um 12.30 Uhr machten wir uns dann auch wieder Richtung Unterägeri auf. Der Weg führte uns über die Hürital-Alp und das Hürital (und nicht Hürlital, wie Freund Bachmann meinte) hinunter nach Unterägeri.

In Unterägeri angekommen, stürzten wir uns in den berühmten Ägeri-Märcht, der immer am ersten Wochenende im September stattfindet. Dutzende Stände und wilde Bahnen fanden wir. Nachdem wir es gesehen haben, kehrten wir im Restaurant Kreuz ein. Kurze Zeit später trafen auch die anderen fünf dort ein und wenn wir nicht um 15.45 Uhr wieder an der Bushaltestelle hätten sein sollen, wären wir wahrscheinlich jetzt noch dort, denn die Stimmung war genial.

Kurz vor 4 Uhr brachte uns der Bus wieder nach Zug. Die Busfahrt war nicht so angenehm. Drei Jugendliche meinten, sie müssten pöbeln und machten auch gefährliche Sachen. Doch wir hatten ja unseren Charly, dem irgendwann einmal der Kragen platzte. Er packte den Rudelsführer am Kragen, schüttelte ihn zünftig durch und ... danach war Ruhe.

Die Zugfahrt und auch das Umsteigen in Zürich verlief ohne Probleme. In Schaffhausen mussten wir uns wieder von unserem Freund Brötli verabschieden und wir machten uns mit dem Bus auf nach Löhningen, wo wir um 18.15 Uhr eintrafen. Ein paar Ehefrauen bzw. Partnerinnen erwarteten uns sehnlichst. Wir verabschiedeten uns und verliessen die Bushaltestelle mit melancholischen Gefühlen jeder in seine Richtung. Doch die Melancholie hielt nicht lange,
denn wir wussten ja, das schon bald wieder Montag ist.

Die Bilder

Dartreise 2009 ins Zugerland (Yves)
Dartreise 2009 ins Zugerland (Yves)
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